Ein Aufstand gegen das Neo-Normative:
Prolog
Ich bin 1960 geboren und im Geiste der "Sesamstraße"
und des Kinderliedes
"Der, die, das" * aufgewachsen:
"Der, die, das.
Wer, wie, was?
Wieso, weshalb, warum?
Wer nicht fragt bleibt dumm!
..." *
Ludwig, Volker (Text) / Hoffmann, Ingfried (Musik) (1973):
Der, die, das (Titellied der Sesamstraße).
Norddeutscher Rundfunk (NDR) / Columbia.
Das Lied spiegelt die Haltung und Errungenschaften
der Aufklärung und dessen Universalismus wider und
eine wissenschaftliche Haltung des Kritischen Rationalismus
von Karl Popper die von anderen Wissenschaftlern dieser
Zeit geteilt wurde, wie Kurt Gödel und Albert Einstein.
Kennzeichnend war ein Diskurs aus Neugier und Freude,
der sich ausschließlich an Sachargumenten orientiert und
begierig auf die Versuche der Falsifikation wartete,
durch sich selber und durch andere.
Wichtig ist, sich nicht aufhalten zu lassen, nicht durch Scham,
nicht durch Ideologie, nicht durch "political correctness",
"dumme" Fragen zu stellen, zu beharren, bis auch der letzte i-Punkt
geklärt ist, auch wenn andere genervt sind und letztendlich
keine vorgegebenen Antworten einfach zu akzeptieren.
Sonst bleiben wir dumm, wie in obigem Kinderlied.
Ich sehe dabei "dumm" einerseits als Mangel an Wissen, dem man sich nicht
öffnet, aber vorrangig als Aufgabe der eigenen Selbstständigkeit im Denken
und als eine Unterordnung unter eine Ideologie.
Eine Ideologie, die man selber glaubt und sich deshalb im Recht, zu 100% gut
und im Reinen mit sich selber fühlt – was die Sache umso schwieriger macht.
Diese Form von "Dummheit" ist soziologischer und systemischer Natur,
nicht individuell. Sie ist gegenüber logischen Argumenten immun und dadurch
für alle Seiten viel schwerer zu erkennen, schwerer zu handhaben und gefährlicher
als Boshaftigkeit, die sich im Hintergrund ihrer Natur irgendwo selber bewusst ist.
Eine Lösung kann nur durch eine innere Befreiung und dann durch die
Überwindung dieser "Dummheit" passieren.
Ohne diese Befreiung kann sie argumentativ von außen nicht erzwungen werden.
Das ist eine Kurzzusammenfassung der Gedanken aus Dietrich Bonhoeffers
Briefen und Aufzeichnungen aus der Haft im Militärgefängnis Tegel:
"Von der Dummheit" *.
Diese bis hierher geschilderte Haltung und der Universalismus eines
Martin Luther King und einer Alice Schwarzer wurden mir von Kindesbeinen
an mitgegeben, von Elternhaus und Schule, nicht dogmatisch sondern gelebt.
Dafür bin ich dankbar. Das ist meine Identität,
nicht, das was zwischen meinen Beinen baumelt.
Das sehe ich durch den heutigen Zeitgeist der Moralisierung
zusehends in Frage gestellt und angeggriffen.
Ich werde von meiner Haltung keinen mm abweichen,
aber inhaltlich gerne diskutieren, auch wenn der
"woke" Zeitgeist gerade 100% in die andere Richtung weht.
(Im folgenden meine ich mit "Gendern" die
Verwendung von * Oder Binnen-I oder ähnlichen Auszeichnungen.)
"Gendern" ist nicht die Krankheit, nur das Symptom dafür.
Die Krankheit ist die Abkehr der Linken (aller Parteien) von den erreichten
Zielen der Aufklärung, des Universalismus und der Logik mit dem
sexistischen und rassistischem Argument, dies sei nur von alten weißen
Männern für deren Machterhalt gemacht und daher unvollständig.
Darüber bin ich entsetzt und fassungslos.
Das ist die von Dietrich Bonhoeffer aufgezeigte Dummheit, institutionalisiert.
Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas jemals erleben würde.
Für einen echten, befreienden Ausweg aus diesem Kulturkampf
schlage ich daher folgenden
Lösungsansatz vor:
Es braucht das gegenseitige Anerkenntnis,
dass es sich hierbei um einen ideologischen Streit handelt und der
Tatsache, dass man nicht nicht kommunizieren kann (Paul Watzlawick) –
man befindet sich beim Thema "Gendern" unweigerlich
in einer kommunikativen Zwangssituation.
Diese Zwangssituation wurde von den Befürwortern der Gendersprache
strategisch bewusst herbeigeführt oder zumindest billigend in Kauf genommen,
indem sie die
universelle Funktion des generischen Maskulinums leugnen.
Frieden entsteht nur durch die Anerkenntnis, dass jede Seite es im Kern gut
und wertschätzend meint, es beim Anderen aber ganz anders ankommen kann.
Sexismus hängt nicht vom Geschlecht ab und Rassismus nicht von der Rasse.
Jede Form des Sexismus, Rassismus, Bashings und jede Form von
Abwehrargumenten, die sich nicht am Inhalt, sondern an der Person orientieren,
diskreditieren oder beschämen wollen, müssen als absolutes No-Go
sofort unterbunden werden.
Das gilt angefangen beim "Alten weißen Mann" und "Boomer"
über die "Generation Snowflake" bis hin zur Verwendung des Wortes
"Whataboutism" als reines rhetorisches Abwehrargument.
Wir müssen aufhören, einen Diskurs durch Sprachhoheit, Sprachkodizes
sowie erlaubte und verbotene Wörter gewinnen zu wollen.
Dadurch findet der Diskurs am Ende erst gar nicht mehr statt.
Ein echter Austausch orientiert sich nur noch an Sachargumenten –
egal in welcher Sprache und mit welchen Wörtern.
Dazu müssen wir strikt zwischen freiwilligen Situationen
und Zwangssituationen unterscheiden:
Im staatlichen und gebührenfinanzierten Raum (z.B. Rundfunk)
darf nicht gegendert werden ohne die Möglichkeit einer Befreiung.
Wenn Bürger mit Behörden, offiziellen Dokumenten und
Formularen zu tun haben, ist Gendern tabu.
In Kindergärten, Schulen und Hochschulen müssen die Kinder,
Jugendlichen und Studenten reden und schreiben dürfen, wie sie wollen –
völlig ohne Punktabzug, Sanktionen oder ideologische Konsequenzen.
Es darf und soll im Unterricht über das Gendern geredet und diskutiert werden.
Aber Lehrer, Erzieher und Dozenten sind in politischen, religiösen,
weltanschaulichen und ideologischen Fragen an die staatliche Neutralität gebunden.
Das bedeutet für sie im Dienst: kein Gendern.
Diese Neutralität gilt als Standard aufgrund der tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse
in der Bevölkerung und vor allem aufgrund von Artikel 6 des Grundgesetzes:
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern
und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.
Die Erziehung der Kinder liegt verfassungsrechtlich bei den Eltern –
nicht beim Staat, nicht bei Kindergärten oder Schulen,
nicht bei den Medien und nicht bei ideologischen Aktivisten.
Weder wir noch unsere Kinder wollen und sollen umerzogen werden.
Jeder Versuch, unser Denken, Reden und Schreiben zu kontrollieren,
durch Denk-, Sprech- und Schreibgebote oder -verbote zu regeln
oder anders (z.B. sexistisch oder rassistisch) zu interpretieren,
als wir es gemeint, gesprochen oder geschrieben haben,
muss von mündigen Bürgern klar zurückgewiesen werden.
Zum Thema:
"Der erste Spieler denkt sich eine Ziffernkombination aus, die der zweite Spieler zu erraten versucht."
Das generische Maskulinum definiert eine Rolle und kein Geschlecht und ist damit
eine
rein grammatische und
keine biologische, soziologische oder soziale Kategorie,
wie es uns der ideologische Kampfbegriff "gendergerechte Sprache"
suggerieren * soll, um
böswillig
Neid und Zwietracht zwischen den Geschlechtern zu säen ("Ich bin nicht gemeint / 'nur mitgemeint'.").
Es regelt grammatikalisch elegant einen komplexen Sachverhalt:
Es ist
niemand "gemeint", "nicht gemeint" oder "nur mitgemeint" weder "der"/ein Mann noch "die"/eine Frau.
Es wird von der Person des Spielers abstrahiert und sich auf das Wesentliche, "das Spielen" konzentriert.
Es ist völlig egal, ob "der Spieler" ein Mann, eine Frau, ein Mädchen, ein Junge, "divers",
eine natürliche, juristische oder überhaupt keine Person, ein Alien oder ein Computerprogramm ist.
Es kommt nur auf die Rolle und die damit verbundene Funktion und Aufgabe an, die immer gleich ist:
"Der Spieler" denkt sich eine Ziffernkombination aus.
Keine andere Ausdrucksweise leistet im Deutschen das Gleiche.
Das generische Maskulinum ist in diesem funktionalen Sinne
im besten Sinn des Wortes "geschlechtsunsensibel",
d.h. es macht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern,
reagiert nicht wie ein Sensor auf Unterschiedlichkeiten,
sondern behandelt alle gleich.
Ich spreche hier bewußt von Geschlecht und nicht von "Gender",
da es in der deutschen Sprache hierfür gar keine Kategorie gibt.
Das ist es, was die Aufklärung will.
"Gendern" gibt hingegen nur vor, inklusive Sprache zu sein.
"Gendern" ist im funktionalen Sinn "geschlechtssensibel",
indem es funktional einen geschlechtlichen Bezug hervorhebt,
der zuvor nicht gegeben war und damit differenziert.
Es blendet dadurch aber de facto die männliche Seite aus und
ist damit moralisch "unsensibel" gegenüber Männern.
Die moralische Überladung des Wortes "sensibel" verkehrt
den Sinn des Wortes "sensibel" ins Gegenteil:
Es ist nicht gut "unsensibel" alle gleich zu behandeln,
sondern ich muss "sensible" differenzieren
und damit Unterschiede machen (wo keine sind).
Das ist dann toll und schafft erst den "wahren", "sensiblen" Menschen.
Die Endung "-in" / "-innen" ist
rein weiblich und schließt damit
definitionsgemäß männliche Wesen aus.
Das ist die
einzige Aufgabe dieser grammatikalischen Form.
Männliche Kollegen sind in "Liebe KollegInnen" weder genannt noch enthalten und damit
nicht einmal "mitgemeint" sondern explizit ausgeschlossen, noch klarer bei z.B. "BäuerInnen".
Durch "Gendern" mittels Sternchen oder
Betonung des weiblichen Geschlechts
durch die gesprochene "Gender-Pause" fühle ich mich persönlich permanent regelrecht
angeschrien und eben nicht wertgeschätzt und nicht includiert sondern ausgeschlossen.
Die Betroffenen wurden dazu vorher nicht gefragt, der notwendige "Respekt" und "Partizipation" fehlen.
Die behauptete "inklusive" Bedeutung von "BäuerInnen" ist nur postuliert und entbehrt jedes Beweises.
Genauso gut könnte ich behaupten, "FRau" würde auch Männer bezeichnen oder
"ArschLoch" wäre eine Ehrenbezeichnung, um mich dadurch einer möglichen Strafverfolgung zu entziehen.
Das alles ist durchaus so gewollt, wenn man sich den
institutionalisierten, jahrelangen Hass und die Hetze
gegen den "Alten weißen Mann" ansieht, was "natürlich nicht" sexistisch, rassistisch und altersdiskriminierend ist,
sondern nur alte weiße Männer "canceln" soll,
aufgrund ihres Alters, ihrer Rasse und ihres Geschlechtes.
Nach Belieben kann man dann jeden realen "alten weißen Mann" in diese Kategorie einsortieren
oder auch nicht, je nachdem was in der eigenen Argumentation gerade oportun erscheint.
Außerdem wird selektiv "gegendert".
Nazis, Neonazis,
Sexualstraftäter und Neandertaler * sollen rein männlich bleiben,
ebenso wie die sexistische Wortschöpfung
"Mansplaining" *,
die Männer insgesamt - unberechtigt - als doof, überheblich und übergriffig labelt,
Frauen aber - ebenfalls unberechtigt - von diesen Eigenschaften in Gänze freispricht,
oft mit dem Ziel, Männer von jedem relevanten Diskurs auszuschließen.
Wie "respektvoll", "sensibel" und "inklusiv" und vor allem wie durchsichtig, verlogen und heuchlerisch.
(Anmerkung: Ein abschreckendes Beispiel für Womansplaning ist nach meiner Erfahrung
(19 Jahre Fachpflegefamilie für schwer traumatisierte Kinder +
13 weitere Jahre eigene Erziehungsstelle (blödes Wort) mit beruflichem Abschluss)
die Leitungsebene des Jugendamtes Neu-Ulm.
Für klärende Gespräche zur Aktenlage stehe ich gerne zur Verfügung. Belege sind vorhanden.)
Screenreader machen aus "KollegInnen" Kolleginnen und schließen damit männliche Kollegen komplett aus.
Neben allen Männern werden also noch alle Menschen mit Sehbehinderung oder geistiger Behinderung,
Menschen, die sich mit der deutschen Sprache schwer tun oder sie als Fremdsprache lernen und
zwischen 60% und 80% der deutschsprachigen Bevölkerung ausgeschlossen, die "Gendern" ablehnen.
Das alles wird als "Kollateralschaden" billigend in Kauf genommen, zur Durchsetzung einer fragwürdigen Ideologie.
"Gendern" wird in Behörden und Firmen mit "Richtlinien für gendersensible Sprache" durchgesetzt,
im gebührenbezahlten öffentlich rechtlichen Rundfunk dem Zuhörer und Zuschauer zwangsweise nähergebracht
und Studenten in ihren Arbeiten "nahegelegt", notfalls mit massivem Druck und Konsequenzen.
In Schule und Kindergarten haben meist Erzieherinnen und Lehrerinnen großen Einfluss auf unsere Kinder.
Im Internet und im realen Leben wird man z.T. zurechtgewiesen und angepöbelt, wenn man nicht "gendert".
Von Freiwilligkeit kann man daher nur sehr eingeschränkt reden.
Gott sei Dank reagieren manche Landesregierungen darauf und
schieben Behörden und Schulen in diesem Punkt einen Riegel vor.
Zusammenfassend ist "Gendern"
das Gegenteil von respektvoll, "sensibel", "gerecht" und inklusiv,
dafür
sexistisch, da es Männer durch die rein weibliche Endung "-in" / "-innen" gezielt ausschließt
im Gegensatz zu einer Doppelnennung ("Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen"),
grammatikalisch falsch, in Konsequenz nicht mehr flüssig sprechbar, lesbar und schreibar,
uneindeutig und damit unbrauchbar z.B. in Gesetzestexten und Verträgen,
vor allem aber
demokratisch nicht legitimiert sondern von einer "elitären" aber lauten Minderheit durchgedrückt,
ähnlich wie in einem totalitären Staat, nur mit anderen, subtilen und manipulativen Mitteln,
und nicht vom Staat selbst, sondern von dessen Multiplikatoren (wie z.B.
www.genderleicht.de *).
Daher bleibe ich beim generischen Maskulinum und lade jeden ein, sich dadurch angesprochen zu fühlen.
Und wenn jemand das für sich nicht so
will, so ist das
seine Angelegenheit.
In der deutschen Sprache gibt es eine
Unsymmetrie und neben der generischen männlichen Form
"Lehrer" (nur der Wortstamm ohne geschlechtsspezifische Auszeichnungen wie "-in" oder Umlaute),
eine abgeleitete, movierte
rein weibliche Form "Lehrerin", mit der rein weiblichen Endung "-in"
aber
keine rein männliche Form, die nur männliche Lehrer meint.
Was im jeweiligen Einzelfall gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang:
-
Am Fußgängerüberweg dürfen natürlich auch keine Fußgängerinnen überfahren werden.
-
Dass Schülerinnen zum Schuljahresende auch in die Ferien dürfen, kapiert jedes Kind.
-
Wenn ich aber frage: "Habt Ihr in Mathe einen Lehrer oder eine Lehrerin?",
so ist klar, dass mit "Lehrer" ein männlicher Lehrer gemeint ist.
-
Wenn ich morgens zum "Bäcker" gehe, so weiß jedes Kind, dass "der" nach getaner Arbeit schon lange
im Bett liegt und ich meistens in einer Filiale von einer freundlichen Verkäuferin bedient werde.
Erst durch die Existenz einer rein weiblichen Form "Lehrerin" bekommt das Wort
"Lehrer" die
inhaltliche Zweitbedeutung "männlicher Lehrer"
im Gegensatz zum englischen "teacher", der immer beide Geschlechter meint.
Aus diesem Grund ist es geradezu absurd, die
movierte rein weibliche Form "Lehrerin"
als generisch zu propagieren, mit oder ohne Sternchen und Klimbim.
Diese inhaltliche Zweideutigkeit der maskulinen Form stellt für die meisten Menschen kein Problem dar.
Nur Femministinnen und Social Warriors, oft studiert, promoviert oder gar habilitiert,
scheinen damit intellektuell deutlich überfordert zu sein.
Wenn das wirklich ein zu lösendes Problem darstellen sollte,
und die Betonung liegt auf
wenn,
dann müsste diese Unsymmetrie abgeschafft werden
und eine
symmetrische Lösung gefunden werden.
Hierfür gibt es - rein logisch -
genau 2 (noch dazu praktible) Lösungsansätze:
-
Es wird eine neue (ebenfalls movierte) grammatikalische Form eingeführt,
die nur Vertreter des männlichen Geschlechtes meint.
Nachteil: das 3. bis 237. Geschlecht sind damit nicht abgedeckt.
-
Die weibliche Form "-in" / "-innen" wird abgeschafft.
Das wäre dann vergleichbar mit der englischen Sprache,
in der es nur "teacher" aber keine "teacherin" gibt.
Damit wäre klar, dass sowohl Männer als auch Frauen gemeint sind
und auch jedes "andere Geschlecht".
-
Eine dritte Lösung und vielleicht der Königsweg wäre
ein Deutsch-Auffrischungskurs an der VHS oder eine Psychotherapie für
Menschen, die mit der deutschen Sprache - so wie sie ist - Probleme haben.
Vielleicht kann "frau" bei der Gelegenheit auch noch "ihre" Biologiekenntnisse
auf "Vorderfrau" bringen.
"Gendern" steht nicht auf obiger Liste, denn es löst die Unsymmetrie und
damit das "Problem" nicht auf, sondern bringt nur zusätzliche Probleme.
Das weiß natürlich auch jede "Soziologie- und Linguistikprofessorin",
oder andere treibende Kraft in der "Gender"-bewegung.
Aber es geht ja nicht um eine Problemlösung, sondern
um die mehr oder weniger zwangsweise
Durchsetzung einer Ideologie.
Das Problem an und für sich soll bestehen bleiben:
Das "ungerechte Patriarchat" als Mahnung auf immer und ewig,
implantiert in die Gehirne der Männer für ewige Schuldgefühle.
Die Frau als armes Opfer und der Mann als böser, toxischer Täter.
Opfer zu sein oder sich als Opfer zu inszenieren ist in der heutigen Zeit von Vorteil und cool.
(Siehe Fall Gil Ofarim - ohne die Sache hier inhaltlich oder rechtlich zu bewerten.)
Aber die falsche Opferinszenierung entwertet und entwürdigt die echten Opfer,
verunglimpft und zerstört falsche Täter, ist moralisch zutiefst verwerflich und
ist letztendlich auch für das vermeintliche Opfer ein unwürdiges Schauspiel und
langfristig kein Gewinn sondern spaltet die Gesellschaft und schadet dem sozialen Frieden.
Und ehrlich gesagt ist es auch sooo durchsichtig und sooo langweilig.
"Gendern" ist Teil der "wokeness"-Bewegung, die in Deutschland
leider alle "linken" Parteien erfasst hat.
Um die Bedeutung dessen, was hier passiert, zu erfassen,
ist es wichtig zu erkennen, was diese Entwicklung real bedeutet.
Es ist nicht nur eine Marotte einer versponnenen Gruppe,
sondern die vollkommene Abkehr vom Universalismus als zentrales Element der Aufklärung
und damit von der Aufklärung an und für sich.
Alle wichtigen Errungenschaften der Aufklärung als wichtigstes Ereignis
in unserer Geschichte überhaupt werden in einem Handstreich über Bord geworfen:
-
das rationale und logische Denken,
-
die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz unabhängig von Herkunft und Geschlecht,
-
das Abstraktionsvermögen des Geistes, das Rollen von Menschen und Biologie trennt,
-
die Freiheit des Individuums, sich über kollektive Gruppenzwänge zu erheben
-
und das Ideal einer blinden Justiz und Wissenschaft, die nur die Sache bewertet.
"Gendern" verbindet nicht, sondern reduziert uns wieder auf unsere Biologie.
Es spaltet die Gesellschaft und wirft unser Denken um Jahrhunderte zurück,
direkt in ein vormodernes, stammesbasiertes Denken, in dem der biologische Status
innerhalb einer Gruppe mehr zählt als der Verstand des Einzelnen.
Ich verweigere mich diesem Rückschritt – in jeder Beziehung und total.
Für mich persönlich bedeutet es den kompletten Zusammenbruch einer echt linken Parteienlandschaft,
die gerade jetzt so dringend nötig wäre und den Verlust meiner politischen Heimat.
Bei Interesse empfehle ich das Buch
"SCHÄM DICH! Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist" von Judith Seveniç Basad.
Im Übrigen ist es meine tiefe innere Überzeugung und persönliche Meinung,
dass der woken Bewegung die tatsächlichen Interessen und das Schicksal der Betroffenen
im Grunde völlig egal sind.
Minderheiten werden lediglich zynisch als moralischer Schutzschild instrumentalisiert,
um das eigene Ego aufzublasen, sich moralisch besser zu fühlen und beim "Gendern" zentral:
um die respektvolle, klassische Doppelnennung strategisch zu blockieren ("divers" nicht inkludiert),
um das Gender-Sternchen als elitäres Kontrollinstrument durchzusetzen.
Das heißt, das primäre ursprüngliche Ziel dieses Teils der Bewegung war
in meinen Augen zu keinem Zeitpunkt nur eine Gleichberechtigung der Geschlechter,
sondern schon immer die mindestens sprachliche Vernichtung des verhassten
männlichen Geschlechtes.
Das wurde so gut verschleiert und getarnt, dass der nachfolgende Teil der Bewegung
auf die eigenen Lügen hereingefallen ist.
Ein Großteil der Menschen spürte zwar ein Unbehagen, war aber nicht in der Lage,
das zu identifizieren, einzuordnen und damit zu artikulieren und griff deshalb
die angreifbaren Punkte der sprachlichen Bequemlichkeit als Argument auf.
Das würde auch die wirkliche Tiefe des Konflikts und dieses Kulturkampfes erklären.
Die nicht-binären Menschen sind der zentrale Hebel für die postulierte Notwendigkeit des "Genderns".
Ohne sie fällt durch die Möglichkeit der Doppelnennung alles in sich zusammen,
sie werden zwangsweise benötigt für die eigenen Zwecke.
Zuerst führte man zwecks größerer Masse die Homosexuellen und Lesben an,
bis offensichtlich war, dass das ja gar nichts mit Geschlecht sondern mit sexueller Orientierung zu tun hat.
Dann kamen die Transsexuellen, bis auch hier klar war, die haben jede Möglichkeit sich einzusortieren,
wo es sie hinzieht (auch operativ, von der Solidargemeinschaft bezahlt).
Dann blieben nur noch die non-binären Menschen übrig, als letzter Strohhalm.
Die instrumentalisierte Gruppe wird immer kleiner, im Verhältnis zu den sprachlich zu cancelnden Männern
oder den zu erziehenden und zu bevormundenden Menschen überhaupt und
hängt quasi am Tropf der nicht-binären Menschen.
Das Muster zeigt sich nicht nur beim Gendern ("divers"), sondern spiegelt sich flächendeckend dort wider,
wo akademische Eliten die echten Betroffenen bevormunden, deren historisch gewachsene Sprache zensieren
und Debatten im fernen Elfenbeinturm an der realen Lebenspraxis vorbei diktieren.
Die echten Menschen sind den Ideologen im Kern egal; sie dienen nur als funktionales Werkzeug
zur eigenen moralischen Erhöhung und Machtabsicherung.
Ich empfinde es zudem als absolute und unverzeihliche Respektlosigkeit gegenüber Männern,
wenn Soldaten entweder "gegendert" oder in einer Doppelnennung als "Soldatinnen und Soldaten"
in dieser Reihenfolge genannt werden, vor dem Hintergrund von § 12a GG.
Das zeigt den heutigen Zeitgeist und den postulierten aber de facto nicht mehr vorhandenen Respekt
gegenüber "allen Geschlechtern" in der "woken" Bewegung aber auch der Medienlandschaft.
Zu meiner Geschichte:
Ich gehöre zu den wenigen privilegierten und auserwählten alten weißen
heterosexuellen "cis"-Männern, die einen "Mädchennamen" haben:
Als meine Frau und ich am 8. Dezember 1984 geheiratet haben, habe ich ihren Namen "Kober" angenommen
und mein alter Name "Klimesch" wurde zu meinem "Mädchennamen".
Das hat für mich, nach ihrem Tod am 9. Februar 2026 eine völlig neue, ungeahnte Bedeutung bekommen:
Die Verbindung zu meiner Frau lebt in meinem jetzigen Namen weiter, jeden Tag.
Und die Verbindung zu meiner alten Familie lebt durch meinen "Mädchennamen" weiter.
Das lasse ich mir durch "politisch korrektes canceln" des wunderschönen Wortes "Mädchennamen" nicht zerstören.
Die überwiegende Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung hat
oben geschilderte Probleme nicht, kann das "Problem" mit dem generischen Maskulinum
auch intellektuell gut meistern und lehnt folgerichtig das "Gendern" ab,
vor allem im öffentlichen Umfeld:
-
im Behördenverkehr,
-
in Kindergärten, Schulen und Hochschulen
-
und im öffentlich-rechtlichen - gebührenbezahlten - Rundfunk.
Hier haben Ideologien und ideologische Belehrungen und
totalitär anmutende Umerziehungsversuche nichts zu suchen.
Wir müssen gegen diese Art von Intoleranz selber intolerant sein.
Sonst tappen wir in die Falle des
Toleranz-Paradoxons * von
Karl Popper *.
Eine universelle Toleranz lehnte Popper ab:
"Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz:
Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz.
Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen,
wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen
die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen,
dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen."
Seien wir gegen die "woke", "linke", "feministische" Intoleranz
genauso intolerant, wie gegen die rechte Intoleranz.
Boykottieren Sie Geschäfte, Medien, ..., die "gendern" und
bevorzugen Sie jene, die es nicht machen und teilen Sie das auch mit!
Abstimmung mit den Füßen wirkt (besonders wenn es ums Geld geht)!
Beim Berliner Tagesspiegel hat es schon funktioniert,
zumindest in der gedruckten Ausgabe.
Verweisen Sie gerne auf und verlinken diese Internetseite
https://www.kasperledeutsch.de.
Beteiligen Sie sich am Widerstand:
Stoppt "Gendern" in Kindergärten, Schulen, Behörden, ...
*